DIE NAMEN DER NUMMERN
Eine Initiative zur Erinnerung an 86 jüdische Opfer eines Verbrechens von NS-Wissenschaftlern
 


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© Hans-Joachim Lang

Worum es hier geht

Im August 1943 wurden 86 in Auschwitz selektierte jüdische Frauen und Männer im KZ Natzweiler-Struthof (Elsass) mit Gas getötet. Den Auftrag hatte die SS-Wissenschaftsorganisation “Ahnenerbe” erteilt. Zweck der Exekution: Die Skelette der Opfer sollten in einer rassenideologisch inszenierten Ausstellung im Anatomischen Institut der Reichsuniversität Straßburg vorgezeigt werden. Allerdings konnten die Verantwortlichen, der Anatomieprofessor August Hirt und beteiligte Kollegen, ihr Unternehmen nicht zu Ende führen. Die sterblichen Überreste der Ermordeten wurden nach dem Krieg in einem Massengrab beigesetzt - anonym.
Unter dem Titel “Die Namen der Nummern” ist im August 2004 bei Hoffmann und Campe ein Buch von Hans-Joachim Lang erschienen, in dem dieses Verbrechen beschrieben wird. Insbesondere wird darin auch berichtet, wie nach 60 Jahren die bislang nicht bekannten Opfer identifiziert werden konnten. Die dort veröffentlichten Kurzbiografien werden hier übernommen, in der Hoffnung, dass mit Hilfe von Angehörigen, Freunden und Bekannten der Opfer die noch zahlreichen Lücken geschlossen werden können. Die 86 Kurzbiographien wurden mittlerweile schon mehrfach ergänzt und werden auch weiterhin aktualisiert.

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Ausstellung “Das körperliche und seelische Erscheinungsbild der Juden”, die 1939 vom Naturhistorischen Museum Wien veranstaltet wurde. In dieser Machart sollte auch an der Reichsuniversität Straßburg eine Ausstellung entstehen, in der angebliche rassische Besonderheiten der Juden vorgezeigt werden sollten.