DIE NAMEN DER NUMMERN
Eine Initiative zur Erinnerung an 86 jüdische Opfer eines Verbrechens von NS-Wissenschaftlern
 


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© Hans-Joachim Lang

Ester Eskenazi

Geboren 1924 in Thessaloniki/Griechenland. Sie ist die Tochter von Moshe Eskenazi und Doudone Ventura, die beide bereits tot sind, als die Deportationen beginnen. Esther lebt darum bei ihrer Großmutter unweit des Viertels Baron Hirsch nahe dem Bahnhof. Ihr Vater war von Beruf Eisenbahn-Angestellter. Sie hatte zwei Brüder, Samuel und Gabriel. Samuel wurde während der Deportationen von den Nazis erschossen, weil er einen Befehl missachtete. Gabriel überlebte die Lager, emigrierte in die USA und ist vor kurzem (2005) gestorben. Nach ihrer Verhaftung durch die Gestapo wird Esther am 15. März 1943 mit dem ersten Transport nach Auschwitz deportiert. Am 20. März 1943 kommen mit diesem Transport ungefähr 2800 jüdische Frauen, Männer und Kinder dort an. Nach der Selektion werden 417 Männer und 192 Frauen als Häftlinge ins Lager geschickt, die übrigen vermutlich 2191 Personen sofort in der Gaskammer umgebracht. 30. Juli 1943 Deportation ins KZ Natzweiler-Struthof. Dort wird am 11. oder 13. August 1943 ebenfalls in der Gaskammer ermordet.

Ergänzende biographische Angaben durch Rachel Eskenazi (New York), Nichte von Esther Eskenazi und Tochter von Gabriel Eskenazi, hinzugefügt im Februar 2005.