DIE NAMEN DER NUMMERN
Eine Initiative zur Erinnerung an 86 jüdische Opfer eines Verbrechens von NS-Wissenschaftlern
 


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© Hans-Joachim Lang

Ichay Litchi

Geboren am 13. Juli 1911 in Thessaloniki (Griechenland). Nach der Hochzeit mit Esthere geb. Scialom (am 12. September 1929 in Thessaloniki) ist das Ehepaar Anfang der 1930er Jahre nach Frankreich ausgewandert. Vier Kinder: Albert (geb. 1931), Charles (geb. 1932), Arlette (geb. 1934) und Henri (geb. am 10. August 1936). Litchi betreibt in Paris eine Schusterei. Seine Frau stirbt am 24. Februar 1941 in einem Pariser Krankenhaus im Alter von 30 Jahren. Die Kinder werden rechtzeitig in den Pyrenäen versteckt. Ichay Litchi wird am 9. Februar 1943 von Drancy nach Auschwitz deportiert. Am 11. Februar 1943 kommen mit diesem 46. Transport 1000 jüdische Frauen, Männer und Kinder dort an. Nach der Selektion werden 77 Männer und 91 Frauen als Häftlinge ins Lager geschickt, die übrigen 832 Personen sofort in der Gaskammer umgebracht. Wird am 17. März 1943 in Auschwitz in Block 21, dem Häftlingskrankenhaus, operiert. 30. Juli 1943 Deportation ins KZ Natzwei-  ler-Struthof. Dort am 17. oder 19. August 1943 in der Gaskammer ermordet.