DIE NAMEN DER NUMMERN
Eine Initiative zur Erinnerung an 86 jüdische Opfer eines Verbrechens von NS-Wissenschaftlern
 


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© Hans-Joachim Lang

Jean Kotz

Geboren am 9. Februar 1912 in Paris. Seine Mutter ist Lucie Kotz geb. Grin (geboren am 25. Januar 1884 in Pétrokow). Jean Kotz wohnt in Paris, ist von Beruf Kaufmann und lebt in der Rue de Lancry, Hausnummer 6. Seine Schwester Renée (geboren am 9. Februar 1915 in Paris), offenbar ledig, hat eine Tochter Alexandre (geboren am 27. Januar 1935), über deren weiteres Schicksal nichts bekannt ist. Jean Kotz wird am 22. August 1942 in Autun/Frankreich verhaftet, weil er keinen Judenstern getragen hat. Er wird ins Lager Drancy gebracht und am 26. März 1943 einem Transport nach Sobor zugewiesen. Mit 17 anderen Gefangenen gelingt es ihm, bei Darmstadt aus dem Zug zu entkommen. Er wird aufgegriffen und am 19. April 1943 mit seinen Leidensgenossen mit einem Transport aus Frankfurt/Main nach Auschwitz verschleppt. Kotz wird am 4. Mai 1943 in Block 21, dem Häftlingskrankenhaus, am Blinddarm operiert. 30. Juli 1943 Deportation ins KZ Natzweiler-Struthof. Dort am 17. oder 19. August 1943 in der Gaskammer ermordet.