DIE NAMEN DER NUMMERN
Eine Initiative zur Erinnerung an 86 jüdische Opfer eines Verbrechens von NS-Wissenschaftlern
 


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© Hans-Joachim Lang

Joachim Basch

Geboren am 3. Dezember 1922 in Swinemünde an der Ostsee (heute: ´Swinoujście/Polen). Vater: Bruno Basch (geboren am 5. Oktober 1889 in Swinemünde, am 17. März nach Theresienstadt, überlebte und wohnte nach der Befreiung in Berlin-Wedding); Mutter: Alice Basch geb. Basch (geboren am 20. Oktober 1893 in Berlin, am 17. März 1943 nach Theresienstadt, dort im August 1944 umgekommen). Joachim Basch lebt mit seinen Eltern zusammen in Berlin, Prenzlauer Berg, in der Fehrbellinerstraße 8 und ist zuletzt für wöchentlich 28 Reichsmark als Zwangsarbeiter bei den Deuta-Werken (Oranienstraße 25) beschäftigt. Seine Schwester Ilse (geboren am 12. April 1921 in Swinemünde) wird am 3. März 1943 mit dem 33. Osttransport, er selbst am 12. März 1943 mit dem 36. Osttransport von Berlin nach Auschwitz deportiert. Am 13. März 1943 kommen mit diesem Transport 344 jüdische Männer sowie 620 jüdische Frauen und Kinder dort an. Nach der Selektion werden 218 Männer und 147 Frauen als Häftlinge ins Lager geschickt, die übrigen 599 Personen sofort in der Gaskammer umgebracht. Basch wird am 25. März 1943 von Buna aus »als Jugendlicher zum Arbeitseinsatz« befohlen. 30. Juli 1943 Deportation ins KZ Natzweiler-Struthof. Dort am 17. oder 19. August 1943 in der Gaskammer ermordet.