DIE NAMEN DER NUMMERN
Eine Initiative zur Erinnerung an 86 jüdische Opfer eines Verbrechens von NS-Wissenschaftlern
 


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© Hans-Joachim Lang

Maria Kempner geb. Rozen

Geboren am 16. Februar 1891 in Pabianice/Polen, 13 Kilometer entfernt von šódź. Sie kommt am 13. November 1919 aus šódź nach Düsseldorf und wohnt dort in der Lorettostraße 35 (die Einwohnermeldekartei schreibt den Namen »Rosen«). Am 27. März 1922 meldet sie sich ab nach Lüttich, bringt aber (so eine Eintrag beim Standesamt Düsseldorf-Mitte) am 29. September 1922 ihre Tochter >Brandel in Düsseldorf zur Welt. Sie heiratet Moszyk Kempner und wohnt in Grivegnée. Am 17. April 1943 wird sie mit ihrer Tochter und ihrem Bruder, dem Fotografen Alter Jacob Rozen, in Mechelen interniert und am 19. April 1943 unter der Nummer 1568 mit dem Zug nach Auschwitz deportiert. Mit diesem 20. Transport kommen am 22. April 1943 genau 507 Männer, 121 Jungen, 631 Frauen und 141 Mädchen, allesamt Juden, dort an. Nach der Selektion werden 276 Männer und 245 Frauen als Häftlinge ins Lager geschickt, die übrigen 879 Personen sofort in der Gaskammer umgebracht. 30. Juli 1943 Deportation ins KZ Natzweiler-Struthof. Dort wird sie am 11. August 1943 zusammen mit ihrer Tochter Brandel in der Gaskammer ermordet.

(Dank eines Hinweises in Fritz Lettows Erinnerungen können bei ihr und ihrer Tochter die Todesdaten exakt datiert werden).

Maria Kempner