DIE NAMEN DER NUMMERN
Eine Initiative zur Erinnerung an 86 jüdische Opfer eines Verbrechens von NS-Wissenschaftlern
 


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© Hans-Joachim Lang

Maurice Francès

Geboren etwa 1918 in Thessaloniki (Griechenland) als Sohn von Esther und David Francès. Die Eltern haben fünf Kinder: Emma, Buèna, Rebecca, Maurice und Rachel. Buèna und Rebecca kommen etwa um 1930 nach Belgien. In der Hoffnung, dort Arbeit zu finden, reisen etwa fünf Jahre später auch die Zwillinge Maurice und Rachel mit einem Touristenvisum nach Brüssel. Auf Grund der wirtschaftlichen Situation erhalten sie jedoch keine Aufenthaltserlaubnis und müssen nach Ablauf des Visums wieder nach Griechenland zurück. Als die Deutschen 1943 in Thessaloniki mit der Deportation der griechischen Juden beginnen, wird Maurice Francès nach kurzer Internierung im Ghetto Baron Hirsch durch die Gestapo  zusammen mit seiner Zwillingsschwester Rachel und seinen Eltern Ende April 1943 mit dem 14. Transportzug von Thessaloniki nach Auschwitz deportiert. Am 4. Mai 1943 kommen mit diesem Transport 2930 jüdische Frauen, Männer und Kinder dort an. Nach der Selektion werden 220 Männer und 318 Frauen als Häftlinge ins Lager geschickt, die übrigen 2932 Personen sofort in der Gaskammer umgebracht. 30. Juli 1943 Deportation ins KZ Natzweiler-Struthof. Dort am 17. oder 19. August 1943 ebenfalls in der Gaskammer ermordet.

Ergänzende biographische Angaben verdanke ich Elie-Guy Francès aus Brüssel, einem Neffen von Maurice Francès.

 

Maurice Francès