DIE NAMEN DER NUMMERN
Eine Initiative zur Erinnerung an 86 jüdische Opfer eines Verbrechens von NS-Wissenschaftlern
 


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© Hans-Joachim Lang

Sigurd Steinberg

Geboren am 11. August 1921 in Berlin. Sohn von Benno Steinberg (geboren am 04. 11. 1890 in Berlin, nach Auschwitz deportiert am 1. März 1943) und Susanne geb. Kulies (geboren am 13. Februar 1894 in Leipzig, nach Auschwitz deportiert am 2. März 1943). Besucht in Berlin-Kreuzberg  die (heute so heißende) Birger-Forell-Schule, danach das Friedrichs-Realgymnasium (heute: Leibniz-Gymnasium), die er im März 1937 verlässt, um eine Kaufmannslehre zu beginnen. Wohnt zuletzt in Berlin-Kreuzberg, Tempelherrenstraße 3, in einem möblierten Zimmer. Er wird gemeinsam mit seiner Frau Ingeborg geb. Schohes (geboren am 13. Januar 1922 in Gleiwitz) am 3. März 1943 mit dem 33. Osttransport von Berlin nach Auschwitz deportiert. Am 4. März 1943 kommen mit diesem Transport 632 jüdische Männer und 1118 jüdische Frauen und Mädchen dort an. Nach der Selektion werden 517 Männer und 200 Frauen als Häftlinge ins Lager geschickt, die übrigen 1033 Personen sofort in der Gaskammer umgebracht. Steinberg wird am 5. Juni 1943 vom Häftlingskrankenbau Buna wegen einer Lungenentzündung (Bronchopneumonie) ins Stammlager Auschwitz überwiesen. 30. Juli 1943 Deportation ins KZ Natzweiler-Struthof. Dort am 17. oder 19. August 1943 in der Gaskammer ermordet.
 

Abgangszeugnis von Sigurd Steinberg vom Friedrichs-Realgymnasium (heute: Leibniz-Gymnasium) in Berlin-Kreuzberg