DIE NAMEN DER NUMMERN
Eine Initiative zur Erinnerung an 86 jüdische Opfer eines Verbrechens von NS-Wissenschaftlern
 


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© Hans-Joachim Lang

Walter Wollinski

Geboren am 21. Oktober 1925 in Züllichau, 1932 in Züllichau eingeschult, am 1. November 1938 Wechsel nach Berlin, Schulabschluss am 29. März 1940. Er wohnt mit seinem Vater Emil (geboren am 18. November 1881 in Lekau/Posen, am 15. August 1942 nach Riga deportiert und dort ermordet), von Beruf Kaufmann, seiner Mutter Else geb. Eisack (geboren am 14. Januar 1890 in Nakel/Posen, am 15. August 1942 nach Riga deportiert und dort ermordet) und mit seinem älteren Bruder Siegbert (geboren am 31. August 1920 in Wongrowitz/Posen) zur Zeit der Volkszählung 1939 in Berlin-Kreuzberg in der Neuenburger Straße 13. Nach der Deportation der Eltern lebt Walter Wollinski mit seinem Bruder in einem Zimmer in der Kaiserstraße 35 bei Fuchs. Beide arbeiten als zwangsverpflichtete Tischler bei Fritz Müller in Mariendorf (Lewkowitzerstraße 1–3). Die beiden Brüder werden am 3. März 1943 mit dem 33. Osttransport von Berlin nach Auschwitz deportiert. Am 4. März 1943 kommen mit diesem Transport 632 jüdische Männer und 1118 jüdische Frauen und Mädchen dort an. Nach der Selektion werden 517 Männer und 200 Frauen als Häftlinge ins Lager geschickt, die übrigen 1033 Personen sofort in der Gaskammer umgebracht. Wollinski wird am 16. April 1943 vom Häftlingskrankenbau Buna wegen Durchfall ins Stammlager Auschwitz überwiesen. 30. Juli 1943 Deportation ins KZ Natzweiler-Struthof. Dort am 17. oder 19. August 1943 ebenfalls in der Gaskammer ermordet.